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Naturheilkunde- heilende Kräfte der Natur

Unter Naturheilkunde versteht man den Einsatz von Maßnahmen aus der Naturheilkunde ergänzend zur Schulmedizin. Der Mensch wird als ganzheitlich betrachtet. Das bedeutet, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit darstellen. Die Pflanzenheilkunde soll daher die selbstregulativen Kräfte anregen.

 

Da in der Pflanzenheilkunde über 400 verschiedene Methoden zum Einsatz kommen beschränke ich mich hier auf B`Idea vor allem auf die Anwendung von ätherischen Ölen und verschiedenen Kräutern.

 

Geschichte

Solange die Menschheit zurück denken kann dienten Pflanzen den Menschen nicht nur als Nahrung, sondern auch als Heilmittel. Die Kräuter wurden gegen Krankheiten, um Schmerzen zu lindern oder um Wunden zu heilen eingesetzt.

Die ältesten historischen Dokumente über die Anwendung spezieller Kräuter und Heilpflanzen sind über 6000 Jahre alt. Im Gebiet um den Persischen Golf und auch in Ägypten war die Pflanzenheilkunde weit verbreitet. Der erste Heilkundige war Shen Hung aus China. Sein Werk wurde vor einigen tausend Jahren verfasst und berichtet über fast 1000 Heilpflanzen. Ihm folgten viele Männer, vor allem Griechen und Römer, als auch germanische Frauen. Die Mönche und Klöster übernahmen im Mittelalter die forschende Stellung in der Heilpflanzenkunde. Hildegard von Bingen war eine der ersten und wenigen Frauen, die sich in dieser Zeit als Forscherin einen Namen machte. Ihre Werke sind heute noch ein wichtiger Bestandteil der Pflanzenkunde. 


Im 18. Jahrhundert kam die Zeit der Homöopathie. Doch im 19. Jahrhundert verlor die Heilpflanzenkunde an Bedeutung. Durch die Forschungen und neuen Erkenntnissen in der Chemie und der Pharmakologie schien es so, als würde die Naturheilkunde überflüssig sein. Zu dieser Zeit kämpften einige „Kräuterpfarrer“ für die Erhaltung der Heilpflanzenkunde. Zu diesen zählten Sebastian Kneipp, Johann Künzle und Bircher Brenner. Mittlerweile findet die Naturheilkunde, neben der modernen Medizin, wieder einen festen Platz in unserer Gesellschaft.

 

ätherische Öle

Die Anwendung ätherischer Öle ist ein Teil der Pflanzenheilkunde. Zur Anwendung kommen zu 100% naturreine ätherische Öle, Hydrolate, fette Pflanzenöle sowie den daraus hergestellten Pflegeprodukten. Bei der Anwendung ätherischer Öle steht die Ganzheitlichkeit als auch die Individualität des Menschen im Vordergrund. Durch eine Kombination aus tausend Jahre alten Traditionen sowie alten Überlieferungen und neuesten Forschungsansätzen, führt die Anwendung zu einer Steigerung des seelischen als auch des körperlichen Wohlbefindens und zur Linderung von leichten Beschwerden.

 

Zu unterscheiden ist die private Anwendung von der Aromatherapie. Die Aromatherapie wird vom Arzt angeordnet, erfolgt als therapeutische Maßnahme und wird über den Geruchssinn, als auch über die Haut und Schleimhäute aufgenommen. Deshalb ist die Aromatherapie in Österreich den Medizinern vorbehalten, da eine Dosis- Wirkung- Beziehung besteht und die pflanzlichen Essenzen zur Behandlung unterschiedlicher Krankheiten genutzt werden.

 

In China wurden wahrscheinlich die ersten aromatischen Pflanzen für die Steigerung des Wohlbefindens genutzt. Des Weiteren war das Zedernholz im alten Ägypten sehr begehrt und nicht nur in Ägypten, sondern auch in Indien und Persien wurden schon Destiallationsmaschinen zur Gewinnung ätherischer Öle hergestellt. Die Ägypter verwendeten unter anderem Myrrhe, Muskatnuss und Zimt zur Einbalsamierung der Toten. Das Wissen über aromatische Pflanzen und der Ölgewinnung wurde von den alten Römern und Griechen weiter ausgereift und erkannten auch immer mehr die medizinische Wirkung der Pflanzen.

Eine wichtige Wegweiserin der „Aromatherapie“ und der ätherischen Öle ist Hildegard von Bingen (12. Jhd.). Auch heute noch sind die Bücher von Hildegard von Bingen der Grundstock für die Anwendung ätherischer Öle.

 

 

Kräuter

Ob Tee, Wickel. Saft oder Bad- auch ohne Tabletten wurden viele unserer Vorfahren gesund. Ich möchte dich wieder etwas in die Vergangenheit führen und deinen Arzt nicht überflüssig machen. 

Ich möchte dir zeigen,  dass du oft selbst deine Gesundheit wiederherstellen und deinen Körper unterstützen kannst. Wenn Du in der Natur unterwegs bist, wirst du sicher über die einen oder anderen Kräuter stolpern. Jedoch den richtigen Zeitpunkt, unter günstigen Wetterbedingungen, zur passenden Stunde und noch auf die Blüte und Reife Rücksicht zu nehmen ist auch für geübte Kräutersammler eine Herausforderung.

Heutzutage können wir uns jedoch glücklich schätzen, dass wir die Kräuter in der Apotheke, in Reformhäusern oder direkt aus dem Garten gepflückt zu uns nach Hause holen können. Ob im Garten oder auf dem Balkon- Kräuter lassen sich fast überall mit Erfolg anbauen.

 

 

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